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Hirnlose Bodybuilder?

Posted at 02:31, 2 July 2008

Gerade jetzt, wo in unseren heimischen Gefilden die Fußball-Europameisterschaft stattfindet, trifft man wieder mehrere finstere Genossen.
Vor allem, wenn man sich, auch ohne Stadionkarte, das Live-Gefühl eines Spiels auf einer der vielen Fanzonen ansehen möchte. Denn ganz abgesehen von den zahlreichen komischen Gestalten unter den Fans diversester Nationen, erwarten einen gleich am Eingang oftmals recht unsympathische Kolosse, die einen eines  jeden Tropfen Flüssigkeit und jedes harten Gegenstandes entledigen wollen.
Abgesehen davon, dass diese Riegel oft recht unwirsch vorgehen und jede Menge von ihnen mit deutschem Akzent spricht –Beliebtheitspreise gewinnt man damit in Österreich nun einmal nicht- sind sie auch noch so gebaut, dass jeder Widerstand leider recht zwecklos wäre. Außer natürlich man ist ein Ebenbild einer steirischen Eiche oder Gewichtheber.
Die Prügel von Menschen, die da die Eingänge, wie Zerberus das Tor zur Hölle, bewachen, haben jedenfalls sicher genug in ihren Muskelaufbau investiert. Dahingestellt sei, ob da nur Zeit oder auch einiges an Geld und da wiederum in Form von halblegalen Produkten aufgewendet wurde.

Vom Whey-Protein bis hin zu Shakes oder gar Anabolika wird ja in dieser Branche alles gern verwendet und ausprobiert, solange es Wirkung zeigt.
Dieses Klischee vom Illegalen wird ebenso gern gegen die Muskelprotze verwendet, wie das, dass sie nicht gerade über enorme geistige Kapazitäten verfügen würden.
Auch wenn diese Vorurteile –wie so oft- teilweise zutreffen, lassen sie sich sicherlich nicht auf alle durchtrainierten Personen generalisieren. Zudem meine ich, in diesen Verallgemeinerungen auch ein bisschen Neid und/oder Minderwertigkeitskomplexe, der nicht so muskulösen Herren, mitschwingen zu erahnen.
Zumal ja den Muskelbergen, von heimlich bis ganz offen, von der Damenwelt oft Respekt und Bewunderung gezollt wird, was natürlich Platz für etwas Eifersucht und daraus resultierender Herabwürdigung des Gegners schafft.
Jedenfalls ist es so, wie bei jeder Generalisierung, sie trifft nicht auf jeden Einzelfall zu, deshalb sollte man es mit dem englischen Sprichwort halten: Never judge a book by its cover.
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